Unsere Work and Travel Reise nach Australien
Constantin Mense und ich, Julius Wilhelmy, nahmen uns nach vollendetem Abitur vor; eine Australienreise zu starten. Wann kommt die Gelegenheit so lange am Stück zu reisen schon nochmal?
Am 21.September ging es dann los. Erste Station: der Flughafen in Frankfurt am Main. Um 23.55h war dann Abflugzeit. Geflogen sind wir dann mit einer Boeing der Fluglinie Quantas (australisch natürlich).
Da die lange Strecke von Frankfurt nach Brisbane für einen durchgehenden Flug zu lang wäre, landete das Flugzeug in Singapur. Und da wir dann ohnehin schon dort waren haben wir noch einen 5 tägigen Aufenthalt in Singapur eingebaut.
Singapur ist beeindruckend. Die Stadt hat viele Gesichter. Von der Modere des 21.Jahrhunderts, die vor allem in den riesigen Wolkenkratzern in der Innenstadt zu bewundern ist, über die Chinatown und little India bishin zum botanischen Garten und der vorgelagerten Urlaubsinsel "Sentosa Island".
Wie für die sogenannten "Backpacker" üblich, war unsere Unterkunft ein einfaches Hostel nahe des Zentrums. Wegen des hochmodernen U-Bahnnetzes war es kein Problem von dort aus jeden Teil der Stadt zu erreichen. Übrigens betrug die Strafe fuer Essen oder Trinken in der U-Bahn 500 Singapur$. Das entspricht etwa 300 Euro. Der Ruf, der Singapur vorrauseilt, nicht mit hohen Strafen zu geizen, kommt also nicht von ungefähr. Dementsprechend sauber sah auch die ganze Stadt aus. So gut wie kein Papier auf dem Boden.
In Singapur besichtigt haben wir die imposante Innenstadt, den botanischen Garten, den bekannten Zoo, Marina Bay, diverse Kaufhaeuser, in denen zum Teil Gondoliere auf künstlichen Kanaelen ihre Gondeln antrieben und vieles mehr. Als der Flug schon lange gebucht war, haben wir durch Zufall herausgefunden, dass genau während unseres Aufenthalts das Formel 1 Rennen in Singapur stattfindet. Also sind wir dort hin und haben uns das freie Training freitags angeschaut. Das war auch ein tolles Erlebnis. Die Autos sind wesentlich schneller und vor allem lauter, als sie im Fernsehen wirken.
Nach 5 Tagen in Singapur und einem Nachtflug sind wir dann morgens in Australiens drittgrößter Stadt Brisbane gelandet. Wir hatten Glück und konnten die ersten Nächte bei einer sehr netten Gastfamilie bleiben. Die ersten Dinge, die man als neu angekommender Backpacker erledigt sind Dinge wie ein Bankkonto zu eröffnen, sich eine australische Handykarte zu besorgen und sich vor allem nach Jobs umzuschauen. Es heißt ja WORK and travel. Wie sich herausgestellt hat ist es vor allem in Brisbane gar nicht so einfach, etwas zu finden. Nach 2 wöchiger Suche haben wir dann etwas gefunden. Mit 2 anderen Backpackern haben wir eine 25m lange Steinmauer vor einem Hang gebaut, um diesen vor dem Abrutschen zu schützen. Dabei haben wir 80t Gestein bewegt. Harte Arbeit, aber es macht Spass auch mal etwas anderes zu machen. In Brisbane gibt es sogar einen German Club und die Australier lieben das Oktoberfest und ahmen es hier zu genüge nach. Durch alle Altersgruppen wird bei den Australiern dabei nicht am Bier gespart.
Etwas abseits von Brisbane, in Tenterfield, gibt es den sogenannten Boonoo Boonoo Nationalpark. Der Name stammt von den Ureinwohnern Australiens. Vor allem die Fauna ist dort sehr schön. Viele bunte Vögel, unter anderem Papageien und Kakadus, sowie Kängurus und Echsen. Wir hatten das Glück sogar eine Echse zu sehen, die mit ihrem 1 Meter grossen Körper über die nicht asphaltierte Strasse lief. Australien ist ja auch das Land der giftigesten Tiere. Bisher haben wir aber noch keine Begegnungen mit derartigen Tieren gemacht. Das darf auch so bleiben.
In der nächsten Zeit haben wir verschiedenes vor, z.B. von der Insel Stradbroke Island aus Wale zu beobachten. Diese reisen nämlich gerade zur Arktis hin, weil hier auf der Südhalbkugel, im Gegensatz zum jetzt gefrierenden Deutschland, der Sommer beginnt.
Manche Wörter sehen etwas komisch aus, da die australische Tastatur z.B. Umlaute und das "scharfe s" vermissen läßt. (Was ich - soweit gefunden - korrigiert habe [Gruß, Migo])
Viele Grüße in die Heimat,
Julius und Constantin
